KSJ Kodex

Über die Entstehung des Kodex

Seit Inkraftreten der Präventionsordnung im Jahre 2013 wurde über diese in den katholischen Verbänden viel diskutiert – auch bei uns in der Hamburger KSJ. Durch die zum Teil auch kontroverse Auseinanderseitzung setzte ein Bewusstseinswandel ein. Wir reflektierten unser Wirken auf allen Ebenen, ein langwieriger Prozess wurde gestartet.

Unser Schulungskonzept kam auf den Prüfstand, veraltete Strukturen wurden reformiert, und im selben Zuge suchten wir einen Weg, uns nachhaltig mit der Präventionsordnung auseinanderzusetzen, damit diese wichtige Verschriftlichung der Werte von Jugendarbeit auch für uns KSJler greifbar wird. Wir fanden einen, der es uns ermöglicht, die Werte der KSJ, das was die KSJ für uns ausmacht, festzuhalten und gleichzeitig ein tieferes Verständnis für die Inhalte der Präventionsordnung zu entwickeln und ein Bewusstsein dafür zu fördern.

Anhand der Selbstverpflichtungserklärung zur Präventionsordnung, die ein jeder, der ein Amt in der KSJ bekleiden will, im Rahmen einer Präventionsschulung ohnehin unterzeichnet, machten wir uns zum Ziel einen KSJ Kodex zu verfassen, der zum einen auf der Selbstverpflichtungserklärung aufbaut und zum anderen von allen KSJlern zusammen geschrieben wird.

Konkrete Schritte leiteten wir auf der Diözesankonferenz II-2013 ein. Im Studienteil setzen sich die Teilnehmer intensiv mit der Selbstverpflichtungserklärung auseinander und fassten zu jedem der neun Absätze Leitlinien, Werte der KSJ und Beispiele aus dem KSJ-Alltag in Worte. Dieses doch noch sehr zerstückelte und abgehackt zu lesende Werk vereinte schon viele gute Gedanken rund um das Thema Kindesschutz, Nähe und Distanz sowie Prävention vor grenzverletztendem Verhalten und wurde zum Grundstein für einen KSJ Kodex.

Unter der redaktionellen Anleitung des Kodex AK wurden nach der DiKo alle Hamburger KSJler eingebunden an der Erstellung des Kodex mitzuwirken. Denn das war unser Ziel: Ein Werk, geschrieben von KSJler für die KSJ, in dem unsere Werte, die uns wichtig sind und uns ausmachen, festgehalten sind. Viele zum Teil schon sehr schön ausformulierte Punkte, die zeigen, dass sich hier intensiv und gut mit der Selbstverpflichtungserklärung auseinandergesetzt wurde, wurden zusammgefasst zu einem KSJ Kodex.

Am 22. März 2014 war es dann endlich so weit: Auf der ersten Diözesankonferenz des Jahres 2014 wurde das Werk den Delegierten vorgestellt. Absatz für Absatz arbeiteten sich die jungen KSJler erneut durch dieses Manifest, an manchen Stellen wurden die Stellschrauben noch ein wenig nachgezogen, sodass infolgedessen am Nachmittag dieses sonningen Samstages der KSJ Kodex in trockenen Tüchern war.

Wir sind stolz den KSJ Kodex verfasst zu haben. Ein Werk, das von Anfang bis zum Ende von so vielen KSJlern aus Hamburg gemeinsam und in tiefer Auseinandersetzung mit der Materie entstanden ist. Mit Sicherheit kann man feststellen, dass wir einen entscheidenden Schritt getan haben, um unsere Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken und auf ein höheres Level gehoben haben.

Prävention-Ansprechpartner

Referentin für Prävention, Opferschutz und Aufarbeitung
Mary Hallay-Witte
Am Mariendom 4
20099 Hamburg

Telefon: (040) 248 77 462
Email: hallay-witte@erzbistum-hamburg.de